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Urlaub an der dänischen Nordseeküste – zwischen Abenteuer und Entspannung


Foto @ 9685995/pixabay.com

Urlaub an der Ostsee oder Nordsee? An dieser Frage scheiden sich bei der Reiseplanung oftmals die Geister. Doch wie die Entscheidung schlussendlich auch fallen mag, Fakt ist: Beide Meere und Regionen bieten mit ihren idyllischen Küstenlandschaften und kilometerlangen weißen Sandstränden einen Hort der puren Entspannung. Als kleine Entscheidungshilfe, stellen wir Ihnen in diesem Artikel drei der schönsten Urlaubsregionen an der dänischen Nordseeküste vor.

Urlaub für jedes Budget und jeden Geschmack – Camping, Hotel oder Ferienhaus?

Die dänische Nordseeküste erstreckt sich mit einer Länge von mehr als 400 Kilometern über das gesamte Jütland. Der Großteil der Küste ist von Sandstränden und Dünenlandschaften geprägt – und zur Freude aller Urlaubsgäste, sogar zum Baden geeignet. Daher überrascht es kaum, dass sich entlang der endlosen Nordseestrände mehr als 100 Campingplätze sowie unzählige Pensionen, Hotels und Ferienhäuser befinden. An Übernachtungsmöglichkeiten mangelt es keineswegs.

Wer bereits eine Dänemark-Reise unternommen hat, weiß allerdings, dass das südskandinavische Land nicht gerade mit günstigen Preisen besticht. Dies gilt in puncto Übernachtungen vor allem für die Hotellerie des Landes. Wer also ein günstiges Zimmer für die warme Sommerzeit (und Hauptsaison) ergattern will, sollte möglichst früh buchen.

Doch es gibt auch günstige Alternativen. Campingplätze gibt es in Dänemark beispielsweise wie Sand am Meer. Diese bieten zudem auch immer die Möglichkeit, ein eigenes Zelt aufzuschlagen, meist auf einer eigens dafür vorgesehenen Wiese. Das Campen abseits der Plätze, also in freier Wildbahn, ist übrigens nicht erlaubt. Die Campingplatzgebühren belaufen sich üblicherweise jedoch auf lediglich 55 bis 75 DKK (7 bis 10 EUR) pro Person und Nacht – und sind daher auch für Urlauber mit einem etwas kleinerem Reisebudget verkraftbar.

Ebenso lässt sich für den Urlaub in Dänemark ein Ferienhaus mieten. Diese bieten insbesondere für mehrköpfige Familien und größere Reisegruppen ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Ob es ein kleines Häuschen mit minimalistischer Einrichtung oder eine luxuriös ausgestattete Strandvilla werden soll, ist jedem selbst überlassen. Vorgesorgt ist an der dänischen Nordseeküste für jeden Geschmack.

Die Wattenmeer-Insel Rømø – aufregend erholsam


Kitesurfer an der Küste von Rom. Foto @ Scholie/pixabay.com

Die Insel Röm (dänisch: Rømø) liegt nur rund 3 Kilometer nördlich der Insel Sylt und ist bekannt für seine teils hunderte Meter breiten Sandstrände, die besonders im Sommer eine beliebte Touristenattraktion sind. Die größte der dänischen Wattenmeer-Inseln ist dank des 9,2 km langen Römö-Damms mit dem Festland verbunden und daher auch einfach mit dem Auto zu erreichen.

Langeweile ist auf dem sommerlichen Röm ein Fremdwort. Wenn der Wind weht, erobern Kitesurfer das seichte Wattenmeer, während am südlichen Strandabschnitt Buggykiter und Strandsegler sich von den Luftströmungen auf ihren vier- und dreirädrigen Gefährten über den Sand befördern lassen. Darüber hinaus bieten die Dünen- und Strandwege auch genug Raum für einen Ritt zu Pferd sowie Entdeckungstouren mit dem Fahrrad. Und wer lieber golft, kann auf der Golfanlage der Insel an seinen Schwüngen feilen.

Während der warmen Jahreszeit ist Röm Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen. Zu Pfingsten und im August lockt die Insel etwa Biker, Motorsportfans und Schaulustige mit einem Motorradtreffen und einem Strand-Autorennen. Im Juni stehen beim jährlichen Rømø Jazz Festival ein ganzes Wochenende lang erstklassige Jazz-Musiker auf der Bühne. Und am ersten Septemberwochenende wird ein internationales Drachenfest abgehalten, bei dem die Teilnehmer insgesamt mehr als 1 000 Drachen in unterschiedlichsten Formen und Farben in den Himmel steigen lassen.

Henne Strand und Blåvand – inmitten idyllischer Dünenlandschaften


Der kleine Fluss „Å“ schlängelt sich durch die Dünen von Henne Strand. Foto @ Vinding/pixabay.com

Nordöstlich von Esbjerg, der mit rund 115 000 Einwohnern größten Stadt der dänischen Westküste, liegen die zauberhaft idyllischen Ferienorte Blåvand, Veyers Strand und Henne Strand. Keiner dieser drei Orte zählt mehr als 200 Einwohner – Ferienhäuser gibt es dort hingegen mehrere Tausend. Auf Massentourismus trifft man hier dennoch nicht. Ganz im Gegenteil: Wer sich nach einem erholsamen, ungestörten Urlaub sehnt, ist hier goldrichtig.

Im Ortskern von Henne Strand findet man viele kleine Läden und Restaurants, die zum entspannten Flanieren, Stöbern und Dinieren einladen. Kulinarischer Höhepunkt des Dörfchens ist das Restaurant Henne Kirkeby Kro. Das Spitzenrestaurant mit zwei Michelin-Sternen befindet sich in einem alten Gasthof aus dem 18. Jahrhundert, in dessen Innerem man umgeben von modernem Interior in den Genuss regionaler Gourmet-Speisen kommt.

Dennoch ist es allen voran die Natur, die Henne Strand ihren Reiz verleiht. Denn das kleine Dörfchen liegt inmitten von Dünen, Wäldern und Wiesen. Der höchstgelegene Punkt der Gegend ist der Blåbjerg, die mit 64 Metern höchste Düne des Landes. Um den einst starken Sandflug einzudämmen, wurde die Düne beforstet. Der „blaue Berg“, wie er aufgrund seines aus der Ferne wahrnehmbaren blauen Schimmers genannt wird, ist durchzogen mit Mountainbike-Kursen und Wanderwegen, die unter anderem bei Pilzsammlern sehr beliebt sind. An der Spitze des Hügels bietet sich zudem ein romantischer Ausblick über Henne und auf die rund 40 Kirchtürme im umliegenden Gebiet.

Bekannt ist die Region auch für die unzähligen Bunker, die während des Zweiten Weltkrieges von den Deutschen als Teil des Atlantikwalls gebaut wurden. Alleine in Dänemark wurden etwa 1800 solcher Bunker errichtet. Einige von ihnen ragen noch heute wie gigantische Fossilien aus den sandigen Böden. In einer der Bunkeranalagen, der Tirpitz-Stellung bei Blåvand, befindet sich nun ein Museum mit Ausstellungen zur Geschichte der dänischen Westküste, über Bernstein sowie zu den Auswirkungen des zweiten Weltkrieges und über den Atlantikwall selbst.

Skagen – Urlaub sowohl an der Ost- als auch der Nordsee


Das Wahrzeichen der Stadt, der Skagen Fyr. Foto @ Jonny_Joka/pixabay.com

Skagen ist eine kleine Hafenstadt, gelegen an der äußersten Nordspitze von Jütland. Eines der Highlights der Stadt ist die „Skagen Gren“ genannte Landspitze aus Sand, die wie eine schmale Lanze ins Meer hinausragt und die Grenze zwischen zwei Meeren bildet: dem Skagerrak (Nordsee) und dem Kattegat (ein Arm der Ostsee).

Da Skagen den größten Fischereihafen Dänemarks beheimatet, gilt die Küstenstadt als ein Mekka für Freunde der nordischen Kulinarik. Ob Hummer, Hering oder Miesmuschel, in den zahlreichen kleinen Fischrestaurants in Skagen landen die köstlichen Meeresbewohner besonders frisch auf den Tellern. Im Anschluss laden noch die gemütlichen Skagener Bars und Pubs zu Drinks in hyggeliger Atmosphäre.

Bekannt ist Skagen auch für das traumhafte Licht, das die Küstenstadt insbesondere bei den spätabendlichen Sonnenuntergängen der langen Sommertage umhüllt und die gelbgekalkten Hausfassaden, roten Ziegeldächer und weißen Fensterrahmen besonders schön zur Geltung bringt. Szenen wie diese haben bereits im 19. Jahrhundert große dänische Maler wie P.S. Krøyer als Vorlage für seine impressionistischen Freilichtmalereien gedient.

Tipp: Wer plant, etwas länger zu bleiben, kann auch die Gelegenheit für einen Abstecher nach Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens, nutzen. Schon die Schiffsreise an sich ist eine Reise wert. Auf dem Freiluftdeck lässt sich an der frischen Seeluft und Meeresbrise ein Blick über die Weiten der dunklen Nordsee werfen. Zudem gibt es an Board ein Restaurant mit Buffet, an dem sich die Fahrgäste zum Pauschalpreis durch frisch-zubereitete Delikatessen der Nordseeregion zu probieren können.

 

Jan. 5, 2021, 9:58 p.m.