Login

Ihr Ferienobjekt eintragen? Hier registrieren

Passwort vergessen?


Berliner Detektei im Einsatz an der Ostsee

Sanfte Wellen salziger See. Ein paar Möwen schaukeln im Wasser. Das Meer ist ruhig, der Strand leer. Nur ein einzelne Frau steht an diesem frühen Abend, als die Sonne fast den Horizont berührt, an der Ostsee-Brandung und denkt über ihr Leben nach. Vor 3 Wochen verschwand sie aus der Hauptstadt. Verließ das bunte Treiben, die grellen Leuchtreklamen, die noblen Villen. Verließ ihn. Jetzt lebt sie in Boltenhagen. Ein Seeheilbad. Vielleicht heilt es auch ihre Wunden. Das gemeinsame Kind hat sie mitgenommen. Und 1.000 Euro als Startgeld für den Neuanfang.

Einige Meter entfernt steht ein Mann. Fast unsichtbar hinter einem Strandkorb hält er das Fernglas an seine Augen und schaut hindurch. Das Licht schwindet aber er ist sich sicher. Sie ist es.

Er spürt sie auf

Was wie eine Szene aus einem abendlichen Krimi klingt, ist die routinierte Realität eines Mannes, der für das Aufspüren von Vermissten oder untergetauchten Personen bezahlt wird. Sein Job ist es, zu beobachten, zu observieren, zu recherchieren, zu notieren. Er ist ein Detektiv aus Berlin. Diesmal soll er diese junge Frau aufspüren. Sie wird vermisst. Von ihrem Ehemann.

Er ist geduldig

Er weiß, dass sich um seinen Beruf viele Mythen ranken. Dem Bild des bemantelten Mannes mit Hut entspricht er aber keineswegs. Ein Detektiv sollte möglichst unauffällig sein, muss diskret arbeiten und die Privatsphäre des Mandanten schützen. Er braucht ein großes Allgemeinwissen und jede Menge Geduld. Und nicht immer geht es gut aus. Beweise oder Personen können nicht gefunden werden oder – wie in unserem Fall – das Auffinden wird zum Nachteil der gesuchten Person.

Er sammelt Beweise

Der Kompetenzbereich eines Detektivs umfasst nicht nur die Personensuche, sondern auch die Beweisbeschaffung, zum Beispiel bei Stalking – einem Tatbestand, der zum Glück seit 2007 bei der Polizei auch als solcher anerkannt ist. Wer handfeste Belege bietet, dass er gestalkt wird, hat gute Chancen, dass die Polizei auch wirklich die entscheidenden Schritte einleitet. Bei der Beweisfindung kann ein Detektivbüro helfen.

Bei Streitfällen im Bereich Sorgerecht kann ein Detektiv ebenfalls nützlich sein. Und natürlich beim Klassiker Fremdgehen beziehungsweise Ehebruch.


Er fahndet nach Blaumachern

Aber auch wer jetzt gemütlich am Timmendorfer Strand entspannt, könnte bald einige Probleme bekommen. Zumindest wenn sein Urlaub auf einer nicht gerechtfertigten Krankschreibung beruht. Detektive werden nämlich nicht nur von eifersüchtigen Ehepartnern oder Stalking-Opfern beauftragt, sondern auch von Arbeitgebern, die den Verdacht haben, dass einer ihrer Angestellten blau macht. Bei diesem Betrug machen sich nicht nur der "Kranke", sondern auch der Arzt strafbar.

Bildquelle: Ben Dobrunz / pixelio.de



1. Juni 2016 05:38